Menü
Pressemeldungen Allentsteig

Demenzstrategie im Landesklinikum Horn

HORN – Schulungskonzepte und Wissensvermittlung im Umgang mit demenzkranken Patienten im Landesklinikum.

Die Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenzerkrankungen ist eine der großen Herausforderungen der Zukunft. Im Landesklinikum Horn wird großer Wert darauf gelegt, ganz besonders diesen Menschen spezielle medizinische und pflegerische Betreuung zukommen zu lassen und damit auch ihre Angehörigen und Familien bestmöglich zu unterstützen.

Im Rahmen der Demenzstrategie wurde im Klinikum bereits ein Schulungskonzept erarbeitet. Mit dem vermittelten Wissen sollen alle betroffenen Mitarbeiter des Hauses besser mit dieser Patientengruppe umgehen können. Bereichsleiter Stefan Fehringer: „Es kommt immer wieder zu sehr herausfordernden Situationen, die für Patienten und Mitarbeiter eine große Belastung sind und Stress erzeugen. Wir möchten den betroffenen Mitarbeitern ein Werkzeug zur Verfügung stellen, mit dem sie dementen Menschen in der Weise begegnen können, dass Patienten und sie selbst einen wertschätzenden Umgang erleben und somit Stress, den beide bislang in schwierigen Situationen erlebt haben, möglichst vermieden wird.“

Ebenso wurde bereits eine standardisierte Vorgehensweise erarbeitet, in der der besondere Umgang mit demenzkranken Patienten geregelt ist. So soll schon beim Aufnahmegespräch in der Ambulanz erkannt werden, ob ein Patient in diese Gruppe gehört und damit z.B. auf dem Weg zu einer Untersuchung besonders behandelt werden muss.

Ganz aktuell und laufend werden im Landesklinikum Horn Basisschulungen angeboten, in denen den Mitarbeitern der Pflege Grundlagenwissen zur Demenz, Fähigkeiten im Erkennen der unterschiedlichen Symptome, Verständnis für desorientierte Menschen, ihre Gefühle und Erinnerungen und Kommunikation mit dem Patienten in wertschätzender Art und Weise vermittelt wird.

Laut Abteilungsvorstand der Neurologie, Prim. Univ. Doz. Dr. Bancher soll in fünf Jahren 75% aller Mitarbeiter,  - Pflegekräfte, Therapeuten und Ärzte - im Umgang mit demenzkranken Patienten geschult sein. Zu diesem Zweck sind auch weitere Fortbildungsveranstaltungen mit externen Referenten aus den Fachgebieten der Neurologie und Psychiatrie geplant.
Doz. Bancher ergänzt: „Das wichtigste Ziel unserer Bemühung ist, das psychisch auffällige und demente Patienten bestmöglich betreut werden, ohne übermäßige Medikation und unter maximaler Berücksichtigung der Patientenwürde und Lebensqualität.“

 

Bildtext
v.l.nr.: DGKP Wolfgang Leitner (Bereichsleiter Pflege operativ), DGKP Elisabeth Lochner und DGKP Kerstin Scharf (beide Chirurgie 1), Violetta Koppensteiner (zertifizierte Validations-Trainerin), Stefan Fehringer, MBA (Bereichsleiter Pflege konservativ)


Medienkontakt
Mag. Angelika Wirth
PR-Regionalkoordinatorin
Mobil: +43/676 85 87 03 19 45
E-Mail senden >>